Einen Index durchsuchenAbfrage erstellen
Es gibt zwei Arten, den Index zu durchsuchen. Die erste Methode verwendet den
Query Parser, um eine Abfrage aus einem String zu erstellen. Die zweite kann
programmtechnisch eigene Abfragen über die Zend_Search_Lucene API
erstellen.
Vor der Verwendung des bereitgestellten Query Parsers, beachte bitte folgendes:
Wenn du deine Abfragestrings programmseitig erstellst und dann durch den Query
Parser verarbeiten lässt, solltest du darüber nachdenken, deine
Abfragen direkt mit der API für Abfragen zu erstellen.
In anderen Worten, der Query Parser wurde für von Menschen eingegebene Texte
und nicht für von Programmen erstellte Texte entwickelt.
Nicht in einzelne Tokens aufgeteilte Felder werden am besten direkt zu der
Abfrage und nicht über den Query Parser hinzugefügt. Wenn die Feldwerte durch
die Anwendung programmseitig erstellt werden, dann sollte dies für
Abfrageklauseln dieses Felds ebenfalls geschehen. Ein Analysator, welche der
Query Parser verwendet, wurde entwickelt, um von Menschen eingegebenen Text in
Begriffe zu konvertieren. Durch Programme erstellte Werte wie Datumsangaben,
Schlüsselwörter, usw. sollten mit der Abfrage API erstellt werden.
In einem Abfrageformular sollten generelle Textfelder den Query Parser
verwenden. Alle anderen, wie z.B. Datumsbereiche, Schlüsselwörter, usw. werden
besser direkt durch die Programmierschnittstelle (API) der Abfrage hinzugefügt. Ein
Feld mit einem begrenzten Wertebereich, das durch ein Pulldown-Menü spezifiziert
wird, sollte nicht einem Abfragestring hinzugefügt werden, der anschließend
wieder geparst wird, sondern eher als eine TermQuery Klausel hinzugefügt werden.
Boolesche Abfragen erlauben es dem Programmierer zwei oder mehr Abfragen logisch in
eine neue zu kombinieren. Deshalb ist dies der beste Weg, um zusätzliche Kriterien
zu einer Benutzersuche hinzuzufügen, die durch den Abfragestring definiert
wird.
Beide Arten verwenden die selbe Methode der Programmierschnittstelle (API), um den Index
zu durchsuchen:
find($query);
]]>
Die Zend_Search_Lucene::find() Methode ermittelt den Eingabetyp automatisch
und verwendet den Query Parser, um ein entsprechendes Zend_Search_Lucene_Search_Query
Objekt aus einer Eingabe vom Typ String zu erstellen.
Es ist wichtig zu beachten, dass der Query Parser den Standard Analyzer verwendet, um
verschiedene Teile des Abfragestrings in Token aufzuteilen. Dadurch werden alle
Umwandlungen, die auf einen indizierten Text ausgeführt werden, auch für den
Abfragestring ausgeführt.
Der Standardanalysator kann den Abfragestring, für die Unabhängigkeit von Groß- und Kleinschreibung,
in Kleinbuchstaben umwandeln, Stopwörter entfernen, und andere Umwandlungen durchführen.
Die API Methoden transformieren oder filtern Eingabebegriffe in keinem Fall. Das passt deshalb eher
für computergenerierte oder nicht geteilte Felder.
Parsen der Abfrage
Die Zend_Search_Lucene_Search_QueryParser::parse() Methode kann verwendet werden um
einen Abfrage String in ein Abfrage Objekt zu parsen.
Dieses Abfrageobjekt kann in Abfrage erzeugenden API Methoden verwendet werden um von Benutzern
eingegebene Abfragen mit programmtechnisch erzeugten Abfragen zu kombinieren.
Aktuell ist das in einigen Fällen der einzige Weg um nach einem Wert innerhalb eines Feldes ohne
Token zu suchen:
addSubquery($userQuery, true /* required */);
$query->addSubquery($pathQuery, true /* required */);
$hits = $index->find($query);
]]>
Die Zend_Search_Lucene_Search_QueryParser::parse() Methode nimmt auch einen optionalen
Encoding Parameter, welche die Codierung des Abfrage Strings definieren kann:
Wenn der Codierungs Parameter unterdrückt wurde, wird das aktuelle Gebietsschema verwendet.
Es ist auch möglich eine Standard Codierung für den Abfragestring mit der
Zend_Search_Lucene_Search_QueryParser::setDefaultEncoding() Methode zu definieren:
Zend_Search_Lucene_Search_QueryParser::getDefaultEncoding() gibt die aktuelle
Standard Codierung des Abfrage Strings zurück (leerer String bedeutet "aktuelles Gebietsschema").
Suchergebnisse
Das Suchergebnis ist ein Array mit Zend_Search_Lucene_Search_QueryHit Objekten. Jedes
davon hat zwei Eigenschaften: $hit->document ist eine Dokumentnummer
innerhalb des Index und $hit->score ist ein Punktwert für den Treffer im
Suchergebnis. Das Ergebnis wird anhand der Punktwerte sortiert (absteigend von der besten
Wertung).
Das Zend_Search_Lucene_Search_QueryHit Objekt beinhaltet zudem jedes Feld des
Zend_Search_Lucene_Document, das bei der Suche gefunden wurde, als Eigenschaft des Treffers. Im
folgenden Beispiel, wird ein Treffer mit zwei Feldern des entsprechenden Dokuments
zurückgegeben: Titel und Autor.
find($query);
foreach ($hits as $hit) {
echo $hit->score;
echo $hit->title;
echo $hit->author;
}
]]>
Gespeicherte Felder werden immer in UTF-8 Kodierung zurückgegeben.
Optional kann das originale Zend_Search_Lucene_Document Objekt vom
Zend_Search_Lucene_Search_QueryHit Objekt zurückgegeben werden.
Du kannst gespeicherte Teile des Dokuments durch Verwendung der getDocument()
Methode des Indexobjektes zurückerhalten und diese dann durch die
getFieldValue() Methode abfragen:
find($query);
foreach ($hits as $hit) {
// Gibt Zend_Search_Lucene_Document Objekte für diesen Treffer zurück
echo $document = $hit->getDocument();
// Gibt ein Zend_Search_Lucene_Field Objekt von
// Zend_Search_Lucene_Document zurück
echo $document->getField('title');
// Gibt den String Wert des Zend_Search_Lucene_Field Objektes zurück
echo $document->getFieldValue('title');
// Gleich wie getFieldValue()
echo $document->title;
}
]]>
Die Felder, die in einem Zend_Search_Lucene_Document Objekt verfügbar sind, werden beim
Indizieren festgelegt. Die Dokumentenfelder werden durch die Indizieranwendung
(z.B. LuceneIndexCreation.jar) im Dokument entweder nur indiziert oder indiziert und
gespeichert.
Beachte, dass die Dokumentidentität ('path' in unserem Beispiel) auch im Index
gespeichert wird und von ihm zurückgewonnen werden muß.
Begrenzen des Ergebnissets
Der berechnungsintensivste Teil des Suchens ist die Berechnung der Treffer. Das kann für große Ergebnisse
einige Sekunden dauern (Zehntausende von Treffern)
Zend_Search_Lucene bietet die Möglichkeit die Ergebnisse mit den getResultSetLimit() und
setResultSetLimit() Methoden zu begrenzen:
Der Standardwert von 0 bedeutet 'keine Grenze'.
Es gibt nicht die 'besten N' Ergebnisse, sonder nur die 'ersten N'
Zurückgegebenen Ergebnisse werden trotzdem nach dem Treffer geordnet oder anhand
der spezifizierten Reihenfolge, wenn wenn diese angegeben wurde..
ErgebnisgewichtungZend_Search_Lucene verwendet die selben Gewichtungsalgorithmen wie Java Lucene. Alle
Treffer in den Suchergebnisse werden standardmäßig nach einem Punktwert sortiert.
Treffer mit höherem Punktwert kommen zuerst, und Dokumente mit höherem Punktwert passen
präziser auf die Abfrage als solche mit niedrigerem Punktwert.
Grob gesagt, haben die Suchergebnisse einen höheren Punktwert, welche den gesuchten
Begriff oder die gesuchte Phrase häufiger enthalten.
Der Punktwert kann über die score Eigenschaft des Treffers ermittelt werden:
find($query);
foreach ($hits as $hit) {
echo $hit->id;
echo $hit->score;
}
]]>
Die Zend_Search_Lucene_Search_Similarity Klasse wird verwendet, um den Punktwert für jeden Treffer zu
berechnen. Beachte den Erweiterbarkeit.
Algorithmen für Punktwertermittlung Abschnitt für weitere Details.
Sortierung der Suchergebnisse
Standardmäßig werden die Suchergebnisse nach dem Punktwert sortiert. Der Programmierer kann
dieses Verhalten durch das Setzen eines Sortierfeldes und der Parameter für die
Sortierreihenfolge geändert werden.
$index->find() Aufruf kann verschiedene optionale Parameter entgegen nehmen:
find($query [, $sortField [, $sortType [, $sortOrder]]]
[, $sortField2 [, $sortType [, $sortOrder]]]
...);
]]>
Ein Name von gespeicherten Feldern nach denen Ergebnisse sortiert werden sollen sollte als
$sortField Parameter übergeben werden.
$sortType kann ausgelassen werden oder die nachfolgenden Werte annehmen:
SORT_REGULAR (vergleiche Items normal - Standardwert),
SORT_NUMERIC (vergleiche Items numerisch),
SORT_STRING (vergleiche items als Strings).
$sortOrder kann ausgelassen werden oder die nachfolgenden Werte annehmen:
SORT_ASC (sortiere in aufsteigender Folge - Standardwert),
SORT_DESC (sortiere in absteigender Folge).
Beispiele:
find($query, 'quantity', SORT_NUMERIC, SORT_DESC);
]]>find($query, 'fname', SORT_STRING, 'lname', SORT_STRING);
]]>find($query, 'name', SORT_STRING, 'quantity', SORT_NUMERIC, SORT_DESC);
]]>
Beim Verwenden von nicht standardmäßigen Sortierreihenfolgen sollte man vorsichtig sein;
die Abfrage muß Dokumente komplett vom Index empfangen werden, was die Geschwindigkeit der
Suche dramatisch reduziert.
Such Resultate hervorheben
Zend_Search_Lucene bietet zwei Optionen für das Highlightinh von Suchergebnissen.
Die erste ist die Verwendung der Zend_Search_Lucene_Document_Html Klasse
(siehe das Kapitel
über HTML Dokumente für Details) mit den folgenden Methoden:
Um das Verhalten beim Highlighting zu verändern kann die
highlightExtended() Methode mit einem spezifizierten Callback verwendet
werden, welche einen oder mehreren Parametern entgegennimmt
Der erste ist ein HTML Fragment für das Highlighting und die anderen sind
abhängig vom Verhalten des Callbacks. Der Rückgabewert ist ein highlighted
HTML Fragment.
, oder durch Erweiterung der Zend_Search_Lucene_Document_Html Klasse und
dem Anpassen der applyColour($stringToHighlight, $colour) Methode die
als Standardmäßiger Callback für das Highlighten verwendet wird.
In beiden Fällen wird das zurückgegebene HTML automatisch in gültiges XHTML
transformiert.
View Helfer können auch als Callbacks im
Kontext von View Skripten verwendet werden:
highlightExtended('word1 word2 word3...', array($this, 'myViewHelper'));
]]>
Das Ergebnis der Highlighting Operation wird von der
Zend_Search_Lucene_Document_Html->getHTML() Methode empfangen.
Highlighting wird in den Ausdrücken des aktuellen Analysators durchgeführt. So
werden alle Formen des Wortes/der Wörter vom Analysator erkannt und highgelighted.
Z.B. wenn der aktuelle Analysator unabhängig von der Groß- oder Kleinschreibung ist
und wir das Highlighten des Wortes 'text' anfragen, dann werden 'text', 'Text',
'TEXT' und alle anderen Kombinationen von Schreibweisen geHighlightet.
Auf dem gleichen Weg wird, wenn der aktuelle Analysator Abstammung unterstützt und
wir das Highlighten von 'indexed' anfragen, dann werden 'index', 'indexing',
'indices' und andere Formen dieser Wörter geHighlighted.
Wenn andererseits das Wort vom aktuellen Analysator übersprungen wird (z.B. wenn
ein Filter für kurze Wörter dem Analysator angehängt ist), dann wird nichts
geHighlighted.
Die zweite Option ist die Verwendung der
Zend_Search_Lucene_Search_Query->highlightMatches(string $inputHTML[,
$defaultEncoding = 'UTF-8'[,
Zend_Search_Lucene_Search_Highlighter_Interface $highlighter]]) Methode:
highlightMatches($sourceHTML);
]]>
Der optionale zweite Parameter ist die standardmäßige Kodierung des HTML Dokuments.
Er wird verwendet wenn die Kodierung nicht, durch die Verwendung des Content-type
MetaTags HTTP-EQUIV, spezifiziert ist.
Der optionale dritte Parameter ist ein Highlighter Objekt welches das
Zend_Search_Lucene_Search_Highlighter_Interface Interface implementiert:
Wobei das Zend_Search_Lucene_Document_Html Objekt ein Objekt ist welches
von der HMTL Quelle erzeugt wird, die wiederum von der
Zend_Search_Lucene_Search_Query->highlightMatches() Methode geliefert
wird.
Wenn der $highlighter Parameter nicht angegeben wird, dann wird das
Zend_Search_Lucene_Search_Highlighter_Default Objekt initiiert und
verwendet.
Die Highlighter Methode highlight() ist einmal pro SubQuery enthalten,
deshalb hat sie für diese auch die Möglichkeit das Highlightig zu unterscheiden.
Aktuell, macht der standardmäßige Highlighter das indem eine vordefinierte Farbtabelle
durchlaufen wird. Man kann also seinen eigenen Highlighter implementieren, oder den
standardmäßigen nur erweitern und die Farbtabelle umdefinieren.
Zend_Search_Lucene_Search_Query->htmlFragmentHighlightMatches()
hat ein ähnliches Verhalten. Der einzige Unterschied besteht darin das er eine
Eingabe entgegen nimmt, und HTML Fragmente ohne die <>HTML>, <HEAD>, <BODY>
Tags zurückgibt. Trotzdem werden Fragmente automatisch in gültiges XHTML transformiert.