Schreiben von Prüfern
Zend_Validate bietet ein Set von standardmäßig benötigten Prüfern, aber zwangsläufig, werden
Entwickler wünschen, eigene Prüfer für die eigenen Bedürfnisse zu schreiben. Die Aufgabe des
Schreibens eigener Prüfer wird in diesem Kapitel beschrieben.
Zend_Validate_Interface definiert drei Methoden, isValid(),
getMessages(), und getErrors(), welche von Benutzerklassen implementiert
werden können um eigene Prüfobjekte zu erstellen. Ein Objekt welches das
Zend_Validate_Interface Interface implementiert kann einer Prüfkette mit
Zend_Validate::addValidator() hinzugefügt werden. Solche Objekte können auch mit
Zend_Filter_Input verwendet werden.
Wie man bereits aus der obigen Beschreibung von Zend_Validate_Interface folgern kann,
geben die vom Zend Framework bereitgestellten Prüfklassen einen boolschen Wert zurück, ob die Prüfung
des Wertes erfolgreich war oder nicht. Sie geben auch darüber Informationen
warum ein Wert die Prüfung nicht bestanden hat. Die Verfügbarkeit der
Gründe für fehlgeschlagene Prüfungen kann für eine Anwendung aus vielen Gründen nützlich sein, wie
zum Beispiel das zur Verfügung stellen von Statistiken für Useability Analysen.
Grundlegende Funktionalitäten für fehlgeschlagene Prüfmeldungen ist in Zend_Validate_Abstract
implementiert. Um diese Funktionalität einzubinden wenn eine Prüfklasse erstellt wird, muß einfach
Zend_Validate_Abstract erweitert werden. In der existierenden Klasse wird die Logik der
isValid() Methode implementiert und die Variablen für die Nachrichten und
Nachrichten-Templates definiert werden die zu den Typen von Prüffehlern passen die auftreten können.
Wenn ein Wert die Prüfung nicht besteht, sollte isValid()false zurückgeben.
Wenn der Wert die Prüfung besteht, sollte isValid()true zurückgeben.
Normalerweise sollte die isValid() Methode keine Ausnahmen werfen, ausser wenn es unmöglich
ist festzustellen ob ein Eingabewert gültig ist oder nicht. Einige Beispiele für gute Fälle in denen keine
Ausnahme geworfen werden sollte sind, wenn eine Datei nicht geöffnet werden konnte, ein LDAP Server nicht
erreicht wurde, oder eine Datenbank Verbindung unerreichbar ist, und wo solche Dinge für Prüfprozesse
benötigt werden um zu erkennen ob die Prüfung gültig oder ungültig ist.
Erstellen einer einfachen Prüfklasse
Das folgende Beispiel demonstriert wie ein sehr einfacher eigener Prüfer geschrieben werden könnte.
In diesem Fall sind die Prüfregeln sehr einfach und der Eingabewert muß ein Gleitkommawert sein.
"'%value%' ist kein Gleitkommawert"
);
public function isValid($value)
{
$this->_setValue($value);
if (!is_float($value)) {
$this->_error();
return false;
}
return true;
}
}
]]>
Die Klasse definiert ein Template für Ihre einzige Nachricht bei Prüfungsfehlern, welche den eingebauten
magischen Parameter %value% inkludiert. Der Aufruf von _setValue() präpariert
das Objekt den getesteten Wert automatisch in die Fehlernachricht einzufügen, wenn die Prüfung des Wertes
fehlschlägt. Der Aufruf von _error() spürt den Grund für die fehlgeschlagene Prüfung auf.
Da diee Klasse nur eine Fehlernachricht definiert, ist es nicht notwendig _error() den
Namen des Templates der Fehlernachricht zu geben.
Schreiben einer Prüfklasse die abhängige Konditionen besitzt
Das folgende Beispiel demonstriert ein komplexeres Set von Prüfregeln, wobei es notwendig ist das der
Eingabewert nummerisch und innerhalb eines Bereiches von Mindest- und Maximalgrenzwerten ist. Bei einem
Eingabewert würde die Prüfung wegen exakt einer der folgenden Gründe fehlschlagen:
Der Eingabewert ist nicht nummerisch.Der Eingabewert ist kleiner als der minimal erlaubte Wert.Der Eingabewert ist größer als der maximal erlaubte Wert.
Diese Gründe für fehlgeschlagene Prüfungen werden in Definitionen der Klasse übersetzt:
'minimum',
'max' => 'maximum'
);
protected $_messageTemplates = array(
self::MSG_NUMERIC => "'%value%' ist nicht nummerisch",
self::MSG_MINIMUM => "'%value%' muß mindestens '%min%' sein",
self::MSG_MAXIMUM => "'%value%' darf nicht mehr als '%max%' sein"
);
public function isValid($value)
{
$this->_setValue($value);
if (!is_numeric($value)) {
$this->_error(self::MSG_NUMERIC);
return false;
}
if ($value < $this->minimum) {
$this->_error(self::MSG_MINIMUM);
return false;
}
if ($value > $this->maximum) {
$this->_error(self::MSG_MAXIMUM);
return false;
}
return true;
}
}
]]>
Die öffentlichen Eigenschaften $minimum und $maximum wurden eingeführt um
die Mindest- und Maximalgrenzen anzubieten, beziehungsweise, für einen Wert um die Prüfung erfolgreich
zu bestehen. Die Klasse definiert auch zwei Nachrichtenvariablen die zu den öffentlichen Eigenschaften
korrespondieren und es erlauben min und max in den Nachrichten Templates als
magische Parameter zu verwenden, genauso wie value.
Zu beachten ist, das wenn eine der Prüfungen in isValid() fehlschlägt, eine entsprechende
Fehlernachricht vorbereitet wird, und die Methode sofort false zurückgibt. Diese
Prüfregeln sind deswegen sequentiell abhängig. Das bedeuted, wenn einer der Tests fehlschlägt, gibt es
keinen Grund eine weitere nachfolgende Prüfregel zu testen. Das muß aber trotzdem nicht der Fall sein.
Das folgende Beispiel zeigt wie man eine Klasse schreiben kann die unabhängige Prüfregeln besitzt,
wo die Prüfobjekte mehrfache Gründe zurückgeben könnten, warum ein spezieller Prüfversuch fehlgeschlagen
ist.
Prüfen mit unabhängigen Konditionen, mehrfache Gründe für Fehler
Angenommen es wird eine Prüfklasse geschrieben für das Erzwingen von Passwortstärke - wenn ein Benutzer
ein Passwort auswählen muß das diversen Kriterien entspricht um zu Helfen das die Benutzerzugänge
sicher sind. Angenommen die Passwort Sicherheitskriterien erzwingen das folgende Passwort:
mindestens 8 Zeichen Länge,enthält mindestens ein großgeschriebenes Zeichen,enthält mindestens ein kleingeschriebenes Zeichen,und enthält mindestens eine Ziffer.
Die folgende Klasse impementiert diese Prüfkriterien:
"'%value%' muß mindestens 8 Zeichen lang sein",
self::UPPER => "'%value%' muß mindestens ein großgeschriebenes "
. "Zeichen enthalten",
self::LOWER => "'%value%' muß mindestens ein kleingeschriebenes "
. "Zeichen enthalten",
self::DIGIT => "'%value%' muß mindestens eine Ziffer enthalten"
);
public function isValid($value)
{
$this->_setValue($value);
$isValid = true;
if (strlen($value) < 8) {
$this->_error(self::LENGTH);
$isValid = false;
}
if (!preg_match('/[A-Z]/', $value)) {
$this->_error(self::UPPER);
$isValid = false;
}
if (!preg_match('/[a-z]/', $value)) {
$this->_error(self::LOWER);
$isValid = false;
}
if (!preg_match('/\d/', $value)) {
$this->_error(self::DIGIT);
$isValid = false;
}
return $isValid;
}
}
]]>
Zu beachten ist das diese vier Testkriterien in isValid() nicht sofort false
zurückgeben. Das erlaubt der Prüfklasse alle Gründe anzubieten bei denen
das Eingabepasswort den Prüfvoraussetzungen nicht entsprochen hat. Wenn, zum Beispiel, ein Benutzer
den String "#$%" als Passwort angegeben hat, würde isValid() alle vier
Prüfungfehlermeldungen zurückgeben bei einen nachfolgenden Aufruf von getMessages().